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Eine Nacht zu viel! …heute Morgen bist du verschwunden gewesen, wie jedes mal. Ich stand auf, ging ins Nebenzimmer aber erblickte nichts von dir, bis auf das Shirt was du getragen hast. Ich zog es gleich an, weil ich wußte, heute würde es einsam sein ohne dich. Es ist eine Nacht zu viel gewesen….Bei meinem ersten Kaffee und Zigarette dachte ich darüber nach, wie gut es mir geht wenn ich mit dir zusammen bin. Ich mag es so sehr dich zu sehen wenn du erzählst und lachst. Es fällt mir dann schwer dein Gesicht nicht in meine Händen zu nehmen und dich zu küssen. Weißt du, daß ich seit ich dich kenne nicht mehr geweint habe? Du sagtest, ich bin einer von vielen, dabei dachte ich du müsstest es schon besser wissen. Es ist schlimm genug zu versuchen die Scherben in deinem Herzen wegzuräumen, die andere hinterlassen haben. Aber wenn man merkt, das vielleicht das Beste was man zu geben hat nicht reicht, nimmt es einem die Luft. Aber gestern ist mir klar geworden das nur der Augenblick zählt, wenn du bei mir bist. Ich genieße es so sehr mit dir zusammen einzuschlafen, auch ohne eine Dummheit zu machen. Wenn wir da liegen in Löffelchen oder dein Kopf auf meiner Brust, scheint es als gäbe es noch etwas Glück. So als bewachte jeder des anderen Schlaf, um bereit zu sein die Alpträume zu verscheuchen. Heute weiß ich, es ist eine Nacht zu viel gewesen, weil ich dich vermisse…
Chips
Verrückt? Da sitzt du nun vor mir, deine Lippen bewegen sich schnell von deinen Worten. Deine Zigaretten erstickst du im Aschenbecher der Wahrheit. Die Bierflaschen neben dir scheinen sich selbst zu lehren. Wie irre es erscheint, und wie gut es dir steht…sitzend vor mir. Ab und an verlässt eine Träne dein Auge und befreit sich, von deinen Sorgen. Ich halte dich einen Augenblick um zu zeigen dass es gut ist, da es anders werden wird. Deine Haare ein Spielzeug deiner Finger, in der Realität des verrückt seins. Wie gerne würde ich sagen was ich denke aber Lügen machen sich nicht gut wenn du bei mir bist. Dein tiefes Leid, wird sich nicht abwaschen lassen von deiner übersäten Gänsehaut. Frag mich doch, ob ich für dich da bin, für jetzt, ich würde es tun weil ich weiß was dich bewegt. Deine Emotionen im Körper deiner Seele ersticken dich. Ich weiß wo du gewesen bist, es ist durchgeknallt aber ich weiß, du bist es nicht. Du ringst nach Luft, in diesem Spiel was Leben heißt, in der Gefangenschaft dieser Gesellschaft. Ich kann dich nicht vergessen lassen aber heute Nacht, leg deinen Kopf auf meine Brust und ich werde deinem Atem bewachen!
Gute Momente Gestern saß ich alleine in der Kneipe, ich glaube das erste Mal…und es fühlte sich gut an! Den Rauch meiner selbst gedrehten Zigarette, der vor meinem Gesicht die Wahrheit zeichnete, und diese Wahrheit, die dann verschluckt wurde von der Flamme der Kerze auf dem Tisch. Mein Bier wurde leer, ob ich noch eins trinken sollte? Klar, wer konnte der Bedienung auch widerstehen - ich nicht, nicht an diesem Abend jedenfalls. Als das neue Bier kam, war die neue Zigarette schon längst an. Ich lauschte dem Gelaber und Geschwafel vom Nebentisch, nichts, was ein Wort wert wäre: typisches Marburger Studenten Gelaber. Ich fragte mich, ob die Leute nicht wirklich was zu sagen hatten, vielleicht hörten sie sich einfach auch nur gerne reden. Ich kippte das Bier runter, erdrückte die Zigarette im Aschenbecher, erhob mich, bezahlte und dachte an mein kaltes Bier zu Hause. Da wurde mir klar: dieses Leben hat auch gute Momente! End
Ein Mann muß tun… Eines Tages stehe ich auf, schlage mit all meiner Kraft auf den Tisch und werde hochrot verkünden: „Ihr könnt mich am Arsch lecken!“. Die Leute am Tisch werden zurück schrecken, mich entsetzt anstarren. Aber ich werde innerlich lachen, weil ich weiß, was für erbärmliche Kreaturen da sitzen. Dann packe ich das nötigste- meine Kamera, etwas Geld, Kippen…. Jeglichen unnötigen Ballast lasse ich einfach zurück, Bilder, die ich gemalt habe und kistenweise Geschriebenes, bringe ich in den Garten, nehme mein Zippobenzin, übergieße alles und zünde es an. Es kostet mich keine Überwindung - alles Sachen längst vergangener Zeit. Einen Moment halte ich inne und lächle, als ich die Wärme von dem Feuer an meiner Wange spüre. Dann nehme ich die Leine und befestige sie an dem Halsband meines Hundes. Ohne mich umzudrehen, nehme ich das wenige was ich brauche und verlasse das Haus, schließe das Auto auf, starte den Motor und fahre los. Ohne Ziel, nur weg, weit weg. Im Rückspiegel sehe ich, wie das Feuer im Garten kleiner wird…. Was braucht man schon, außer einen guten Kumpel (bei mir mein Hund) und die Freiheit? Ich kann gut verzichten auf meinen Job, der mich ankotzt, der mein Leben kontrolliert, als wäre dieser Job „Gott“, der mir sagt wann ich aufstehen soll, mich 10 Stunden quält, um mich dann todmüde nach Hause kommen zu lassen. Der Mittelstreifen auf der Straße rast immer noch an mir vorbei. Ich liebe meine Frau, aber ich konnte nicht bleiben. „Ein Mann muß tun, was ein Mann tun muß“, sagte mal ein Freund zu mir. Kann man mir denn einen Vorwurf machen? Weil ich mich zurück gehalten habe, all die Jahre im Käfig der Realität? Vorwürfe, weil ich den Menschen, denen ich täglich begegne, nicht schon längst welche aufs Maul gehauen habe für all ihre beschissenen Ideale? …aber wenn schon, leckt mich alle! Freunde hatte ich eh nie viele, vielleicht hatte ich deshalb schon immer einen Hund, der ist treu und loyal, alles was einen Wegbegleiter ausmachen sollte. „Freunde“, mit denen man sich abgibt oder umgibt - hier ging es nie um akzeptieren, eher darum, wen ich am besten ignorieren konnte. Ich habe die Fresse voll, von Lügen, Heucheleien, diesen Werten, die man haben sollte… Deshalb fahre ich nun in meinem Auto - egal wohin, nur weit weg von dem, was man Alltag nennt. Ich habe es geschafft, endlich das zu tun, was ich schon so lange machen wollte. Die Musik dröhnt aus den Lautsprechern von meinem Auto, ich fühle mich sicher, umgeben von der Nacht und mein Hund auf der Rücksitzbank. Seit langem bin ich mal wieder glücklich! Als ich auf meinem durchgesessenen Sofa aufwache und mir klar wird, dass es wieder nur ein Traum war, läuft mir eine Träne über die Wange. Die Kippe im Aschenbecher ist schon längst verglüht, das Bier in meiner Hand beinhaltet nur noch einen Schluck und doch setze ich die Flasche an meine Lippen und lasse den bitteren, schalen Geschmack des Lebens meine Kehle runter laufen... End
Wochenende, Discozeit….. End
Wie lange schon? Heute Nacht bin ich aufgewacht, 3Uhr, keine Ahnung wo ich war, es war dunkel, und der Radiowecker neben mir schien mir die Uhrzeit in die Augen einbrennen zu wollen. An meiner Seite bewegte sich jemand oder etwas.Ich stand auf und fand den Ausgang vom Zimmer, aber wusste immer noch nicht wo ich war, es war alles fremd, auch als ich den Lichtschalter im Flur gefunden hatte und die scheinbar 10.000Watt Glühbirne Licht machte, hatte ich nur ein großes Fragezeichen in meinem Kopf. Ich öffnete die anderen Zimmertüren auf der Suche nach dem Klo, natürlich - die letzte war es.. Da die Lampe im Flur Licht machte wie das Flutlicht im Stadion, setzte ich mich im Schatten auf die Klobrille und pisste erstmal, ich glaube ich habe gelächelt… Finger waschen hatte ich keinen Bock, so stapfte ich im Neonlicht in die Küche, die ich vorhin gefunden hatte, direkt auf den Kühlschrank zu, machte ihn auf, und ich lächelte wieder: ne gute Menge halbe Liter Dosen Veltins. Ich nahm mir eine, machte sie auf, griff mir eine der Zigaretten vom Tisch und zündete sie an. Nach dem ersten Schluck dachte ich weiter nach wo ich wohl bin. Die Küche hatte ich schon mal gesehen, bildete ich mir jedenfalls ein. So wie ich mich fühlte hatte ich gerade mal eine Stunde, vielleicht auch zwei geschlafen, trotzdem versuchte ich nachzudenken und sah mir alles genau an. Den Kalender an der Wand, das dreckige Geschirr im Abwasch, die Tapete, Fotos an der Wand, sogar den Fußboden, als ich fertig war hatte ich die 7. Dose geleert und war müde, suchte mir den Weg zurück aus dem Zimmer aus dem ich gekommen war, und legte mich wieder ins Bett. Ich merkte noch wie die Sonne meine Augen berührte, aber ich war zu müde um zu sehen wer neben mir lag, ich umarmte die Person...wer weiß wie lange ich das hier schon mache. End
So viele Leute Ich bin so vielen Leuten in meinem Leben begegnet, dass ich mir vorkomme wie ein Restaurant. Einige schneiten kurz herein und wollten nur mal die Toilette benutzen. Dann gab es die Bar-Sitzer, die ein Bier bestellten, wenige tranken auch mehr, aber immer auf dem Sprung- sicher gehend, dass kein Tisch den Weg versperrt, wenn eine plötzliche Flucht angesagt war. So vielen Menschen bin ich begegnet, dass ich all zu oft weiß, was sie wollen: einen Drink, vielleicht ein Essen. Die wenigen, die eine Vorspeise wollen und die noch wenigeren, die dann eine Nachspeise bestellen. Am liebsten waren mir immer die Kaffeetrinker, die setzen sich, sehen sich um, rauchen einige Zigaretten und verlieren kein unnützes Wort. Einigen wenigen brachte ich kaltes oder nicht mehr so frisches Essen und zündete gar nicht erst ihre Kerze an, die auf jedem Tisch steht, weil ich nicht wollte, dass sie zu lange bleiben. Einer meiner Tische war in einer Ecke, die nicht gut ausgeleuchtet war. Nicht, dass ich es wollte, aber oft übersah ich die Leute daran. Ich nahm sie erst wahr, als sie auf dem Weg nach draußen waren, aber all zu oft ist das zu spät gewesen. Bei all den Menschen, denen ich begegnet bin, gab es nicht viele, die ich rausschmeißen musste. Einige bezahlten ihre Zeche nicht, andere pöbelten für meinen Geschmack zu viel. Die letzte Zeit läuft mein Restaurant nicht mehr so gut, die Leute werden weniger, vielleicht bin ich zu alt geworden oder ich sollte alles mal wieder renovieren!? End
Sonntag Morgen Einer dieser
Sonntage...ich bin als erster wach und sitze in einer Und doch fühlt es sich an, als fehlt etwas. Sie, diese schöne Frau, meine Freundin, nur einige Meter entfernt, liegt in dem Bett, in dem wir zusammen die Nacht verbracht haben…ob sie noch schläft? Vielleicht sogar träumt? Was würde sie träumen? Von mir? Oder von einem anderen Mann? Ich zwinge mich dazu es realistisch zu sehen. Mir sollte klar sein, wer ich eigentlich bin. Ich sehe die Küche und obwohl der Kaffee schmeckt, die Sonne scheint, fühlt es sich komisch an, denn ich passe hier nicht her. Nicht in diese Küche, nicht in diese Wohnung, vielleicht auch nicht in das Leben dieser Frau, die einige Meter von mir entfernt schläft oder nachdenklich wach liegt. Vielleicht wartet sie sogar darauf, dass ich gehe und sie endlich die Wohnungstür einschnappen hört. Noch eine Zigarette, um wenigstens meinen Rauch hier zu lassen, bevor ich gehe. Ich genieße den blauen Qualm in meinem Mund. In Gedanken versunken höre ich ihre Schritte. Die Tür öffnet sich, schlaftrunken wankt sie auf mich zu, stellt sich vor mich hin, umarmt mich und drückt ihren warmen Körper an mich! Ob wirklich alles okay ist? End
MeldekontrolleDa stehe ich mit dem Zettel in der Hand, auf dem steht : 9:00Uhr zur Meldekontrolle im Arbeitsamt. Meldekontrolle, allein die Ausdruckweise bringt mich zum kotzen, irgendwie hört sich das an als wäre ich ein Nebenprodukt der Gesellschaft. Wer weiß, vielleicht muss ich auch bald einen Aufnäher an meinen Sachen tragen mit einem großen roten A? Man möchte mit mir über meine berufliche Situation reden, na, wenn sich das nicht wichtig anhört. Als ich die Vorhalle betrete, sehe ich graue Gesichter, Leute, die so da sitzen als hätten sie nicht anderes zu tun. Ich für meinen Teil suche erstmal Zimmer 49. Ah, da ist die Anmeldung, ich klopfe an und trete ein ohne eine Reaktion abzuwarten. Man sagt mir, dass ich den Termin um 9:00Uhr habe und nicht 10 vor 9:00Uhr. „Also setzen sie sich in den Wartebereich“ Wow, was freundlich, danach sehne ich mich jeden morgen...ob es so einen Wecker gibt? Aber gut, mache ich das. Immer wieder laufen Angestellte an mir vorbei, mit schnellem Schritt, ob die wirklich glauben, dass denen einer abkauft, dass sie es wirklich eilig haben? Ich kann mir vorstellen wie sie das bei ihrer Arbeitseinweisung gesagt bekommen“ Und sobald sie ihr Zimmer verlassen, immer schön schnell gehen, dann spricht man sie auch nicht an und es sieht sehr wichtig aus“ Ich bin alleine in der Wartezone, der Computer-Monitor neben mir flimmert vor sich hin, daneben ein Schild „ Bitte nur 30 Minuten benutzen“ Ich sehe mich um und ich bin immer noch allein, hier ist keine Sau . Aber am besten finde ich, dass es vor dem Computer nicht mal einen Stuhl gibt und das in einer Reha Abteilung vom Arbeitsamt….ist der nur für Rollstuhlfahrer oder was? Was sollen denn die anderen Leute machen, die z.B. Probleme mit den Füßen oder dem Rücken haben, die dürfen nicht an den Computer? Nach 30 Minuten warten werde ich aufgerufen. Jetzt weiß ich warum man da so ein Schild neben den Computer gemacht hat! Es ist inzwischen 9:20 Uhr und dabei soll es doch wichtig sein. Na egal, ich betrete das Zimmer. Das erste was ich mich frage ist, wer ist das denn schon wieder? Mann, so langsam kenne ich jeden hier im Amt, jedes mal jemand anderes, der für einen “zuständig“ ist.. Das ganze Zimmer stinkt nach Parfüm, bestimmt eine ganz tolle Marke, aber muss man das so fett auftragen? “Ihre drei Monate sind um und sie müssen sich ja alle drei Monate melden“ Ja und, denk ich ....“Was wollen und können sie denn arbeiten?“ Was ne blöde Frage?! „gute Frage sag ich“....Sie steckt ihren Kopf in den Monitor, ob sie da meine Daten ansieht oder auf das Ende einer Ebay Auktion wartet? Als sie wieder hoch schaut “Na dann war es das und sie können wieder gehen.“ Wie ich kann wieder gehen, schießt es durch meinen Kopf, ich dachte das ist hier wichtig und wir reden über meine berufliche Situation. Also komm ich hier her, warte 30 Minuten, okay 10 davon war ich zu früh, damit ich nach 2 Minuten wieder das Zimmer verlasse und sonst nichts. Dafür bin ich früh aufgestanden? Bei dem Scheiß Wetter hierher gefahren, meinen Sprit verballert. Das nächste mal sollen sie doch anrufen, da sehe ich auch nicht, wie sie sich anstrengen möglichst schnell zu gehen........ Ob es da wohl auch Mitarbeiter des Monats gibt? End
Die Küche Wieder einmal stritten sie sich. Sie beschimpfte ihn aufs Tiefste, nannte ihn einen Wichser, eine Null, und spuckte ihm ins Gesicht. Alles, was er wollte war seine Ruhe, aber dieses Mistweib hörte nicht auf - ihre durchdringende Stimme schoss in jede seiner Poren. Diese Schlampe, er würde ihr so gerne die Fresse einhauen, das Kartoffelmesser vom kleinen Küchentisch nehmen und ihren verdammten Leib damit durchbohren, immer und immer wieder auf sie einstechen, sodass sie einem verdammtem Sieb glich, und er würde nicht aufhören ehe der verdammte Linoleum Fußboden der Küche in Rot getränkt war. Er verstand sie schon lange nicht mehr, aber er versuchte es auch nicht mehr. Als sie geheiratet hatten sagten alle, was für ein schönes Paar sie seien, aber nun, drei Jahr später, ist nichts mehr davon zu sehen. Die Sonne, die durch das Küchenfenster in ihrem Nacken schien, zeichnete sie ab wie einen Scherenschnitt, und die Spucke, die ihr beim Schreien wie kleine Explosionen aus dem Mund schossen, spiegelten die Sonne wider… „Ein interessantes Bild“, dachte er sich, „wenn ich die Kamera zur Hand hätte, würde ich eine Aufnahme machen“. Nur eine kurze Belichtung, damit man sie nur als Schatten sieht, nicht mehr. Früher hat er sie gerne abgelichtet, sie war eine schöne Frau, die immer wieder die Blicke auf sich zog, und er war damals so stolz und genoss die notgeilen Blicke der anderen Männer: „Tja seht sie euch an, aber ICH knall SIE heute Nacht“, dachte er bei sich. Sie hatte lange blonde Haare, fast wie ein Engel, stahlharte Brüste und einen Arsch, der Mittelpunkt vieler Fotos war und es auch wert gewesen ist. Aber nachdem sie schwanger war, ihm ein Mädchen schenkte, war nicht mehr viel von all dem da. Die Brüste hingen viel mehr als früher und der Arsch erschien ihm doppelt so groß wie damals. Bei dem Gedanken musste er aufpassen nicht zu grinsen, denn sie stand immer noch vor ihm und schrie ihm ins Gesicht, fuchtelte wie wild mit ihren Armen. Nur drei Jahre und sie ist nicht mehr wieder zu erkennen, er hatte fast jeden Abend Angst ins Bett zu gehen, ihre Nähe zu spüren, ihre Hände auf seinem Körper zu spüren, weil sie es besorgt haben wollte. Er ekelte sich inzwischen vor ihr, wenn ihre Hände ihn berührten und an seiner intimsten Stelle streichelten, versuchte er an etwas anderes zu denken, um möglichst keine Erektion zu bekommen. Aber wenn es sich nicht vermeiden ließ, sie ihr Ziel erreichte, drehte er sich auf ihre Seite und fasste sie an den Handgelenken, drückte ihre Arme in die Matratze ohne die Augen zu öffnen und schob ihr sein Teil zwischen die Beine. Wenn sie anfing zu stöhnen, sich unter seinem schweißnassen Köper rekelte, stellte er sich vor sie würde vor Schmerzen stöhnen und nahm sie noch härter, rammte ihr immer wieder sein Teil rein, wie eine Maschine…er ließ erst von ihr ab, als ihm ein Gefühl überkam und ihm klar wurde, dass sie ihren Spaß dabei hatte…. Die Sonne stand inzwischen tief und erleuchtete die Küche, in der sie immer noch waren, in einem satten Rot. Er nahm einen Schluck von seinem inzwischen kalten Kaffee und nickte, obwohl er gar nicht wusste, was sie schrie und es ihn auch nicht interessierte. Oh ja, er hasste sie so verdammt, wollte ihr die Faust ins Gesicht schlagen, ihr das Messer mitten ins Herz rammen, damit sie die Fresse hält - die gottverdammte Schlampe. Er stand auf, ließ den Stuhl nach hinten weichen und ging einen Schritt auf sie zu, fasste ihre Schultern und küsste sie auf die Wange, beim Verlassen der Küche sagte er nur: „Ja, Schatz du hast recht“. Dieses Mal hatte sie noch Glück, beim nächsten Mal wird er das Miststück kaputtschlagen… End
Fratzen Wortfetzen, geketzte Laute aus den Mündern hässlich anzusehender Fratzen um mich herum. Der Gestank der Leiber bringt mich bis kurz vor die Bewusstlosigkeit. Vor, neben, hinter und in mir die Verzweiflung und Machtlosigkeit, all diesem entfliehen zu wollen. Die Unerträglichkeit es auszuhalten, meine Füße wollen raus und davon rennen, mein ganzer Körper fleht diesen Raum zu verlassen, auch die Schweißperlen auf meiner Stirn flüchten in den Freitod und stürzen sich herab auf den Boden (und versickern darin ). Ja SIE sind entkommen, aber was kann ICH tun? Mein Herz schlägt inzwischen auch so schnell, als wolle es mir zu verstehen geben, dass es jeden Moment aus meiner Brust springen wird. Ich möchte unaufhörlich schreien, bis mein Speichel meinem Gegenüber das Make Up aus der Fresse wischt Hätte ich etwas gegessen vor all den Bieren, die ich schon getrunken habe, hätte ich ihnen schon längst vor die Füße gekotzt, um ihnen wenigstens etwas entgegen zu setzen. Ich drehe mich um, greife nach einem neuen Bier, um die Sache erträglicher zu machen - aber inzwischen trinke ich jeden Tag und mir wird klar, dass ich wohl schon längst Alkoholiker bin! End
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